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Klimaanlagen - kühle Brise an heißen Tagen


Den Klimawandel bekommen wir immer häufiger zu spüren. Neben Unwettern machen sich in den Sommermonaten vor allem Hitzewellen bemerkbar. Gut, dass es die Klimaanlage gibt. In PKWs und Kaufhäusern sind sie schon lange Standard, aber auch Privathaushalte profitieren zunehmend von den kompakten Kältespendern. Eine Klimaanlage lässt sich in jeden Haushalt integrieren, es sind allerdings unterschiedliche Modelle auf dem Markt, die sich hinsichtlich Energieeffizienz sowie Montageart zum Teil deutlich unterscheiden.

Wie funktioniert eine Klimaanlage?

Die Klimaanlage sorgt für ein angenehmes Raumklima und kann somit das Wohlbefinden sowie die Arbeitsatmosphäre deutlich verbessern. Gleichzeitig wird aufgrund der gesunkenen Temperatur die Luftfeuchtigkeit gesenkt, sodass sich die Luft weniger schwül und drückend anfühlt. Ideal ist die gleichmäßige Durchlüftung der Wohnung mit kühler Luft, denn ein herber Wechsel zwischen Kälte und Wärme ist für Kreislauf und den Organismus allgemein ungesund. Die Wirkungsweise einer Klimaanlage ähnelt jener eines Kühlschranks: ein gasförmiges Kältemittel wird von einem Kompressor - in der Fachsprache Verdichter genannt - angesaugt und stark komprimiert. Das Gas wird dadurch erhitzt, außerdem steigt der Druck merklich an. Über eine Druckleitung wird der heiße Dampf zu einem Kondensator geführt, welcher wiederum durch einen Ventilator gekühlt wird. Der Dampf wird erneut verflüssigt und gelangt zum sogenannten Drosselventil. Bei Durchströmung dieser engen Öffnung wird die Flüssigkeit schlagartig stark abgekühlt. Schließlich gelangt die Flüssigkeit in den Verdampfer, wo sie der Raumluft Wärme entzieht. Das Mittel verdampft durch die aufkommende Wärme und wird dem Kreislauf erneut zugeführt. Die abgeleitete Wärme wird über ein Abluftrohr aus dem Zimmer gepumpt, sodass die Temperatur im Raum kontinuierlich auf das gewünschte Niveau sinkt. Die Klimaanlage arbeitet also nicht durch Zuführen von Kälte, sondern durch den Entzug von Wärme.

Wie viel Strom verbraucht eine Klimaanlage?

Wer eine Klimaanlage kaufen möchte, sollte sich die Energieeffizienz des Gerätes genau anschauen. Während die Aufheizung eines Raumes relativ problemlos erfolgt, ist der Entzug von Wärme technisch deutlich anspruchsvoller, weil sich der Raum auf einem höheren Energielevel befindet. Dadurch sind Klimaanlagen in den Ruf gekommen, viel Strom zu verbrauchen. Durch die stetige Weiterentwicklung einzelner Klimakomponenten konnte die Effektivität allerdings verbessert werden. Eine Klimaanlage kaufen ist sinnvoll, sofern neue Geräte benutzt werden. Insgesamt gibt es bei der Klimaanlage sieben Energieeffizienzklassen, die von A+++ (sehr gute Energiebilanz) bis hin zu D (mangelhafte Energiebilanz) reichen. Gemäß geltender Gesetze müssen neu produzierte Geräte, egal ob Split Klimaanlage oder mobile Klimaanlage, mindestens die Effizienzklasse B aufweisen. Die Klasse ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen Stromverbrauch und Kühlleistung. Insgesamt sind Klimaanlagen der Klassen A+, A++ und A+++ als ökologisch und ökonomisch sinnvoll anzusehen, während untere Klassen kritisch beurteilt werden sollten.

Welche Arten von Klimaanlagen gibt es?

Für Verwirrung sorgen die unterschiedlichen Bezeichnungen für die Klimaanlage. Luftkühler, die mit austauschbaren Eiswürfeln oder Kühlakkus arbeiten, werden fälschlicherweise ebenfalls als Klimaanlage bezeichnet. Hier sind jedoch Klimaanlagen im eigentlichen Sinne des Wortes gemeint, also Geräte mit eigenem Kühlkreislauf und Kühlmittel.

Die mobile Klimaanlage mit Abluftschlauch wird sehr häufig eingesetzt und hat den großen Vorteil, dass sie in jedem Zimmer betrieben werden kann. Das macht diese portable Klimaanlage besonders flexibel einsetzbar und vielseitig. Einzige Voraussetzung ist jedoch die Möglichkeit, anfallende Abwärme ableiten zu können. Eine mobile Klimaanlage produziert im Betrieb nämlich eine große Menge an Wärme, die abgeführt werden muss. Andernfalls würde sich die kühlende Wirkung des Gerätes komplett aufheben. Im Gegensatz zu einer Split Klimaanlage besteht die mobile Klimaanlage nur aus einem einzigen Teil inklusive Abluftschlauch. Sie ist relativ kompakt und arbeitet leise. Der Abluftschlauch muss aus dem Fenster gehängt oder dort montiert werden. Ebenfalls ist es möglich, diese Art der Klimaanlage mittels Wanddurchbruch zu montieren, dann verliert sie allerdings ihre mobile Eigenschaft. Bei gekipptem Fenster entsteht leider ein steter Luftzug, der wieder etwas wärmere Luft von außen in die Wohnung transferiert. Diesem Effekt kann durch den erwähnten Wanddurchbruch entgegengetreten werden, außerdem besteht die Möglichkeit, mit geringen Zusatzkosten das gekippte Fenster mithilfe einer sogenannten Fensterabdichtung zu verschließen.

Besonders bei Neubauten beliebt sind zweiteilige Klimaanlagen. Diese Split Klimaanlage arbeitet noch leiser als ihr mobiler Konkurrent, weil sich der Kompressor an der Außenseite der Wand befindet und nicht im Zimmer. Zweiteilige Geräte sind äußerst effektiv und lohnen sich bei frühzeitigem Einbau. Die Nachrüstung ist allerdings mit einigen Schwierigkeiten verbunden, insbesondere wenn es sich um eine Mehrpersonenimmobilie handelt. Einerseits kann der Lärm auf der Außenseite für Ärger mit den Nachbarn sorgen, auf der anderen Seite ist seit dem Jahr 2008 eine Montage durch einen Fachbetrieb vorgeschrieben, was zu zusätzlichen Kosten führt. Insgesamt sind Split Geräte eine gute Wahl, wenn es sich beispielsweise um einen Neubau oder eine eigenständige Immobilie handelt. Bei Mietobjekten sowie zur Ausnutzung der vollen Flexibilität eignen sich mobile Klimaanlagen besser, zumal sie im Winter einfach im Keller verstaut werden können.

Was ist beim Kauf noch zu beachten?

Eine Klimaanlage kaufen lohnt sich, zuvor sollten aber folgende Aspekte berücksichtigt werden: die Leistung der Klimaanlage muss auf das Raumvolumen abgestimmt sein. Dazu wird die Fläche des Raums in Quadratmetern mit der Raumhöhe multipliziert. Der errechnete Wert wird mit einem Faktor multipliziert, der zwischen 15 und 70 liegt, wobei sehr gut isolierte Räume sowie Räume ohne Fenster mit einem Faktor zwischen 15 und 25 auskommen. Der Faktor 25 bis 35 sollte für schlecht isolierte Räumlichkeiten und Zimmer verwendet werden, die viele Fenster besitzen. Faktor 70 ist lediglich Wintergärten und Technikräumen (z.B. mit Servern) vorbehalten. Dieser endgültige Wert gibt die notwendige Kühlleistung an. Rechenbeispiel: Ein Raum mit 25m², schlecht gedämmt und mit vielen Fenstern muss mit 25 mal 35, also 875 Watt Leistung gekühlt werden.