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Luftentfeuchter


Der Mensch ist abhängig von einem guten Klima. Das gilt nicht nur im Großen, sondern auch im Kleinen - z. B. im Wohnraum zu Hause und am Arbeitsplatz. Innenräume mit einer zu hohen Luftfeuchtigkeit können belastend für den Kreislauf sein und es besteht die Gefahr von Schimmelbildung. Auch Flecken und Materialschäden durch Korrosion sind häufig die Folge einer zu hohen Luftfeuchtigkeit. Abhilfe schaffen hier die Luftentfeuchter, die in verschiedenen Ausführungen für jeden Anspruch bereitstehen. Doch welches Gerät ist wann am besten geeignet?

So arbeiten Luftentfeuchter

Ein Luftentfeuchtungsgerät hat die Aufgabe, einen gewissen Anteil des kondensierten Wassers aus der Luft zu ziehen, um für ein besseres Klima in aller Art von Innenräumen zu sorgen. Bei hochwertigen Geräten kann der gewünschte Wert so eingestellt werden, dass der Luftentfeuchter erst ab einem bestimmten Grat an Luftfeuchtigkeit anspringt und sich beim Erreichen des Optimalwerts automatisch wieder abschaltet. Im laufenden Betrieb wird die wärmere Luft vom Luftentfeuchter angesaugt und über ein Kühlelement im Inneren geleitet. Ein Teil der Wassermoleküle kondensiert hier und setzt sich an der Oberfläche ab. Das Kühlelement ist dabei so konstruiert, dass die Wassertropfen in einen dafür vorgesehenen Behälter tropfen, wo sie gesammelt werden. Dieser Tank muss deshalb von Zeit zu Zeit geleert werden. Das anfallende Wasser muss übrigens nicht entsorgt werden, sondern kann problemlos z. B. zum Gießen der Blumen und Zimmerpflanzen verwendet werden. Die Luft, die den Luftentfeuchter verlässt ist praktisch trocken und so wird auf diesem Wege Kubikmeter für Kubikmeter verarbeitet, bis ein unbedenkliches Maß erreicht ist.

Unterschiede zwischen Luftentfeuchtern

Wer einen Luftentfeuchter kaufen will, hat hier die Wahl zwischen zahlreichen unterschiedlichen Modellen mit ganz unterschiedlicher Leistung. Für die einfache Luftentfeuchtung in kleinen Räumen, bei der nur kleine Mengen Wasser anfallen, kann bereits ein günstiger Mini Luftentfeuchter ausreichen. Die Anschaffungskosten sind hierbei etwas geringer und der Energieverbrauch sogar deutlich niedriger. Gerade einmal etwas mehr als 22 Watt genügen diesem Luftentfeuchtungsgerät, das für kurze Einsätze ideal ist. Ist eine umfangreichere Luftentfeuchtung notwendig, kommt man allerdings um einen Luftentfeuchter, der elektrisch arbeitet und mit einem starken Kompressor ausgestattet ist, nicht drum herum. Der große Vorteil gegenüber einem Mini Luftentfeuchter ist die hohe Kapazität und die deutlich schnellere Luftumwälzung. Bei starker Nässe und permanentem Einsatz über längere Zeit ist dies die bessere Variante der Luftentfeuchtung. Die hohe Leistung schlägt sich dafür in den Kosten für die Anschaffung und noch mehr beim Energieverbrauch nieder. Außerdem verursacht der darin arbeitende Kompressor einen z. T. hohen Geräuschpegel. Diese Art Luftentfeuchter kaufen deshalb meist eher Betriebe, die darauf angewiesen sind. In privaten Wohnräumen ist die Verwendung von einem dezenter arbeitenden Luftentfeuchtungsgerät eher ratsam.

Wann ist ein Luftentfeuchter sinnvoll?

Immer wieder kann es in Innenräumen zu einer zu hohen Luftfeuchtigkeit kommen. Erste Anzeichen sind z. B. beschlagene Fenster, ein muffiger Geruch und unschöne Stockflecken an den Tapeten. In vielen Fällen ist die moderne Bauweise dafür verantwortlich, dass überschüssige Feuchtigkeit nicht abziehen kann, denn neuere Fenster und Betonkonstruktionen sind meist so gut abgedichtet, dass dies zum Nachteil werden kann. Ein häufiges Einsatzgebiet für einen Raumluftentfeuchter ist auf dem Bau zu finden. Während der Bauphase ist das Mauerwerk permanent der Witterung ausgesetzt, wodurch sich Feuchtigkeit bis tief in die verschiedenen Materialien einnistet. Durch Lüften allein ist dieser praktisch nicht beizukommen, weshalb gerade dort leistungsstarke Luftentfeuchter für eine gründliche und schnelle Raumluftentfeuchtung unabdingbar sind. Eine ähnliche Situation herrscht z. B. nach einem Hochwasser oder einem Rohrbruch im Haus. Vollgelaufene Keller, in denen womöglich sogar über mehrere Tage das Wasser steht, sollten unbedingt nach dem Leerpumpen mit einem effizienten Luftentfeuchter, der elektrisch arbeitet, getrocknet werden.

Eine ausreichende Lüftung ist leider nicht immer möglich und es kommt zu einer Anstauung der Nässe, die sich besonders auf glatten, kalten Flächen in Form von Kondenswasser sichtbar niederschlägt. Generell sollte die Feuchtigkeit der Luft einen Wert von ca. 50 % bei einer durchschnittlichen Zimmertemperatur von 20°C nicht überschreiten, um ein ausgewogenes Verhältnis zu erhalten. Liegt sie deutlich darüber, bildet sich Schimmel - damit ist ab einem Wert von 70 % zu rechnen. Oft entsteht der Pilzbefall an Stellen, die nicht sichtbar sind. Das kann schnell zu einem ernsthaften Risiko für die eigene Gesundheit werden. So ist von einigen Schimmelarten bereits bekannt, dass sie Allergien auslösen oder verstärken können. Auch diverse Erkrankungen der Atemwege gehen auf das Konto von Schimmel. Hat sich dieser erst gebildet, heißt es, umgehend zu handeln. Eine gründliche und tiefgreifende Entfernung ist jedoch mit sehr hohem Aufwand und meist horrenden Kosten verbunden. Die Vermeidung von Schimmel durch einen Luftentfeuchter ist deshalb die weitaus bessere Variante um sich selbst und andere vor den gesundheitlichen und finanziellen Folgen zu bewahren.